Eines war für mich schon immer klar. Sollte ich einmal ein Mädchen zur Welt bringen, dann wollte ich sie Milda nennen. 
 
Milda Emma Schneider wurde am 29. August 1908 geboren. Sie hatte 4 Schwestern und lebte mit ihren Eltern in Papsdorf bei Leisnig. Für die damalige Zeit war sie schon etwas älter, als ihre einzige Tochter geboren wurde: Brigitte Jutta Poppitz - meine Mutter. Damals lebte sie in Leisnig und verdiente ihr Geld als Lebensmittelverkäuferin, was ich später auch tun sollte. Meine Oma und meine Mutter verbrachten ihre ersten gemeinsamen Jahre ohne den Mann und Vater, erst 1948 kam jener aus der Kriegsgefangenschaft zurück und wurde nicht mehr glücklich.
 
In Leipzig arbeitete meine Mutter nach ihrem Studium und hier wurde auch ihre erste Tochter geboren. Meine Zeit begann später, in Berlin, 1972, Krankenhaus Kaulsdorf. Nach 26 Jahren Hauptstadt landete ich in Leipzig. Dort sollte, nachdem mein erstes Kind - ein Junge - schon 6 Jahre alt war, Lisa Milda geboren werden. Wäre ich ordentlich verheiratet gewesen, würde auch ihr Nachname Schneider heißen. 
 
In diesem Jahr war ich fast 33, so alt wie meine Oma, als sie ihre Tochter gebar. Ihr Tod liegt nun schon Jahre hinter uns. 
 
Außer den Fotografien und den Insignien auf meinen Lieblingshandtüchern bleiben mir nur die Erinnerungen von ihr. Und einige Briefe, in denen sie mir schrieb, daß sie mich über alles liebt. Das habe ich auch getan.
Und wer noch mehr wissen will:

1972 in Ost-Berlin geboren - Ausbildung zur Fotografin an der Freien Universität in Berlin - Studium Kommunikationsdesign an der Kunsthochschule Berlin Weißensee - Studium Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig - Meisterschülerstudium bei Prof. Tina Bara an der HGB Leipzig - 2015 Klasse Bildredaktion an der Ostkreuzschule Berlin- seit 2012 Lehrtätigkeiten in Greifswald, Darmstadt, Leipzig und Dessau- Stipendien vom DAAD für Australien und Kanada, der Kulturstiftung des Bundes, der Kulturstiftung Sachsen und der Stiftung Kulturwerk der VG Bildkunst - Aufenthaltsstipenien in Ahrenshoop, Frankreich, Kanada und Island - lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin und Fotografin in Leipzig
 
Gruppen- und Einzelausstellungen (Auswahl)

2021 »Ihnen gewidmet - Leipzig im Kampf gegen Corona« Fotografien von Arne Reimer für die Agentur Punctum im Neuen Rathaus Leipzig (Katalog) Idee und Konzeption Katia Klose »Leipzig goes local« Female Photoclub Ost 
2018 »10. Darmstädter Tage der Fotografie« Darmstadt, (Katalog) » Twice as much« 4D Projektort, BBK LEIPZIG, Tapetenwerk Leipzig 
2015 »Auf der Suche nach Licht« 10. Kunstpreis, Kunstverein Wesseling (Katalog) »Guest-Room« Katrin Weber in Kooperation mit DER GREIF, Galerie f5,6 München (Katalog) »Refuge« Villes-sur-Auzon, Frankreich 
2014 »Medialer Ausnahmezustand« Nationalmuseum Stettin (Katalog) »Erkundungen - Kunstorte in Mecklenburg - Vorpommern« Orangerie Puttbus (Katalog) 
ARTmAPP Release Party, Galerie wolkenbank, Rostock

2013 »Medialer Ausnahmezustand« Nationalmuseum Stettin
»Erkundungen – Kunstorte in Mecklenburg-Vorpommern«Orangerie Putbus auf Rügen
»Erkundungen – Kunstorte in Mecklenburg-Vorpommern«Mecklenburgisches Künstlerhaus Schloß Plüschow

2012 »Our School« Public Hall, Beauval/Saskatchewan/Canada 
»ALLES JETZT UND HIER – UND SPÄTER NOCH MEHR?«
Thementage ÜBER LEBENSKUNST.Schule, Haus der Kulturen der Welt, Berlin

2011 »Wenn jemand eine Reise tut« Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
»Auslöser« Fotografie-Konzepte in Leipzig, Kunsthalle der Sparkasse Leipzig (Katalog)

2010 »Abstrakter Realismus« Kunstverein Leipzig
»How come« Native Canadians 100 years after Edward Curtis
Deutsch-Amerikanisches Institut Tübingen

2008 »f - stop« 2. Internationales Fotografiefestival in Leipzig (Katalog)
»Introspections« Gruppenausstellung in der Galerie (doppel de) in Dresden
»Arte a Full« Gruppenausstellung im Westwerk Leipzig
»Heimkinder in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1950–70«
Vortrag in der Fakultät der Erziehungswissenschaften der Universität Leipzig

2007 »So jung kommen wir nicht mehr zusammen.« Ein Projekt über die Großeltern
Pasinger Fabrik München (Katalog)
»Oderlandfrauen« Galerie im Maschinenhaus, Groß Neuendorf
»späte Stille« Meisterschülerausstellung, HGB Leipzig
»Land – Frauen – Welten« Lebenskizzen aus dem Havelland & entlang der Oder.
Ein Projekt in Kooperation mit der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam,
Haus für Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Potsdam (Katalog DVD)
»Positionen zur Leere« ein Projekt von Geöffnet 2007 Leipzig – Plagwitz

2006 »Homeland« Präsentation in der HGB Leipzig in der Ausstellungsreihe TWICE
»Utopia« Meisterschülerausstellung in der HGB Leipzig

2005 »private rituale« Gruppenausstellung der Meisterschüler der Fachklasse Bara
GALERIE im PRATER in Berlin
»Goldkinder« innerhalb des Projektes Geöffnet 2005, Leipziger Läden im Westen

2003 »Es ist ja auch letztendlich ... nichts zum Sehen.«
Diplomausstellung in der HGB Leipzig