Zengarten, 2017

Unterwegs sehe ich oft mehr. Als ich für einen Lehrauftrag in eine mir bis dahin unbekannte Hochschule reiste, fand ich mich in der Architektur des Hauses plötzlich wie in einem großen Garten wieder. Man bewegt sich in unendlich langen gläsernen Gängen wie auf einem Reißbrett, alles ist rechtwinklig und gerade. Dazwischen immer diese Gärten voller Bäume, Sträucher und verwaister Beete, die Wuchsformen durch den vorgegebenen Platz eingeschränkt. Durch Sicherheitstüren abgeschlossen sind sie nicht zu betreten und scheinen sich selbst überlassen.
Es war kurz vor Semesterbeginn, die Gänge lagen still und auch draußen machte sich der Herbst schon bemerkbar.